Hans-Dieter Schütt 18.09.2012 / Kultur

LINKS

Neigen Ideen dazu, die Veränderungslust der Leute zu überschätzen? Leiden Linke daran, dass sie wie alle sind, aber ganz anders sein wollen? Ist der Kapitalismus am Ende – oder am Ende nur wieder flexibel?

Zeichnung: Harald Kretzschmar

Vor Tagen veröffentlichte Oskar Lafontaine in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« einen Essay zur Frage, warum linke Ideen sehr oft recht haben, aber im Betriebsfluss der Politik so selten recht bekommen, woher demnach der Umstand rührt, dass die Linke produktive Vorschläge zur Verbesserung der Gesellschaft präsentiert, aber fortwährend unterlaufen wird von Techniken der Arroganz.

Der Text benutzt auf gelingende Weise die allgemeine, grobe Kennung Links so, dass sich unterschwellig, unausgesprochen, aber unweigerlich auch Assoziationen zur LINKEN ergeben, und so darf wohl gesagt werden: Lafontaine führt viele wahre Gründe an, warum der Linkspartei im öffentlichen Konfliktstreit der nötige Respekt verweigert wird - es sind stichhaltige Schuldzuweisungen in Richtung einer manipulativ gesteuerten Herrschaft des Kapitals, das Sein und Bewusstsein der Gesellschaft panzerstark besetzt und kontrolliert.

Es findet sich im Aufsatz fr...

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