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Islands Wirtschaft wächst wieder - aber zu welchem Preis?

Die Liquidation der Banken und die starke Abwertung der Krone gelten als Erfolgsfaktoren nach der Krise von 2008

  • Von André Anwar, Stockholm
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Während der Euroraum in der Krise steckt, hat sich Island nach seinem Zusammenbruch von 2008 wieder aufgerappelt. Die Wirtschaft wächst dank Fischfang, deutlich entwerteter Krone und einem beginnenden Massentourismus wieder. Der kleine Inselstaat hat vorgemacht, wie eine Banken- und Finanzkrise überwunden werden kann - ohne Massenarbeitslosigkeit und Verarmung großer Bevölkerungsteile. Den Euro wollen die Isländer nun nicht mehr.

Die Geysire wie der Strokkur sprudeln wie eh und je, die isländische Wirtschaft inzwischen auch wieder.

Island ist 2008 das erste westliche Land gewesen, das praktisch pleite ging. Heute - vier Jahre später - ist die Inselnation wieder auf dem Weg nach oben. Das zeigt auch das nun von der Regierung präsentierte Haushaltsbudget für 2013. Das sieht zwar noch immer ein Defizit von 2,8 Milliarden isländischen Kronen (17,6 Millionen Euro) vor. Aber das Wirtschaftswachstum sei stabil, die Kaufkraft steige und die Arbeitslosigkeit sinke weiter, sagte die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Jóhanna Sigurdardóttir kürzlich bei der Vorstellung des Etats.

Sigurdardóttir kann zufrieden sein. Mit einer so schnellen Erholung hatte niemand gerechnet. Reykjavík hat sogar Raten der Hilfskredite des Internationalen Währungsfonds in Gesamthöhe von 1,6 Milliarden Euro und zusätzliche Kredite der skandinavischen Staaten frühzeitig zurückgezahlt. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sagt Island für 2012 ein Wirts...


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