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Anzeichen von Panik zeigen nur die Superreichen

Laissze-faire in Paris: Beim Warten auf die Krise wird noch einmal kräftig ausgeschenkt

  • Von Susanne Götze
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.
Raphaelle Primet ist Buchhändlerin und Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreichs.

An der Pariser Bastille ist alles beim Alten. Geschäftsmänner in blütenweißen Hemden sitzen an schwülen Spätsommerabenden bei einem Rendezvous auf den Terrassencafés vor der Oper, am nahen Hafen schenken die Ober Pastis und Rotwein an gackernde Mädchengruppen aus und Touristen schauen neidisch auf die fesche Mode der flanierenden Liebespärchen.

Krise sieht anders aus. Im Mai hatten auf dem Platz der Bastille noch zehntausende Menschen die Internationale gesungen und »on lache rien« (Wir geben nichts auf) skandiert. Dem revolutionären Elan ist ein ruhiger Sommer gefolgt. Denn die Krise blieb auch in Frankreich für die Mehrheit der Menschen abstrakt. Laut dem Nationalen Statistikamt Insee ging die Kaufkraft seit Jahresbeginn leicht zurück - allerdings blieb der Umsatz im Gastronomiebereich stabil. Den täglichen Besuch des Café lassen sich die Franzosen so schnell nicht nehmen. Von Panik, Hortung oder gar massiven Gewinneinbrüchen im...


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