Nudeln und Bier im Jetzt und Hier

Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters missioniert auch in Deutschland

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Der Durchschnitts-US-Bürger lehnt nicht nur die Revolution, sondern sogar die Evolution ab. Schöpfergott statt Rekombination, Mutation und Selektion – gegen den Trend zur Unwissenschaftlichkeit wendet sich seit 2005 die »Kirche des Fliegenden Spaghetti-Monsters«. Marcus Meier hat eine Nudel-Messe in Bochum besucht.

Bruder Spaghettus erklärt den Gläubigen die Welt: Der Mensch stammt vom Piraten ab. Gott ist ein Monster. Und gleich gibt es Nudeln!
Der Schöpfer alles Lebendigen ist eine Portion Nudeln mit Mettklöpsen und Stielaugen. Und Bruder Spaghettus ist sein Prophet. An diesem Abend im September halten die beiden Einkehr in Bochum, in einem Hinterzimmer des »Sozialen Zentrums«, einem Linken-Treff. Spaghettus, ein bärtiger älterer Herr mit weißem Rauschebart zum roten Gewand, wettert gegen die Konkurrenz.

72 Jungfrauen verspreche der Islam seinen Märtyrern? »Schön, aber wie alt sind die? Die warten ja schon ewig!«, spottet Spaghettus, der heute Abend als Nudler firmiert – als Priester, der die religiösen Rituale zelebriert. Spaghettus verspricht Handfesteres: Einen Biervulkan und eine Stripperfabrik im Jenseits. Und, immerhin, eine Nudel im Diesseits – noch an diesem Abend!

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Nur jeder sechste US-Bürger bevorzugt die Evolutionstheorie, wenn es gilt, den Ursprung des Menschen zu erklären.

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