Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Kooperation hat Zukunft

Coworking-Spaces sind eine Antwort auf zunehmende Prekarisierung der Menschen, die im grafischen, publizistischen oder journalistischen Bereich arbeiten. Eine Antwort auf Outsourcing und die Umstellung von festen Angestelltenverhältnissen auf freie Mitarbeit und Honorarbasis. Eine Entwicklung, die sich durch die neoliberale deutsche Republik zieht und immer neue Bereiche einschließt, mit Berlin als Prekariatshauptstadt.

Nun hat also die digitale Bohème, wie sie sich selbst gerne nennt, das Arbeiten im Home-Office und das Herumsitzen in Cafés satt. Sie sehnt sich nach Gemeinschaft, Kooperation und einem einigermaßen anständigen Arbeitsplatz, sie sehnt sich nach Kollegen und einem gemeinsamen Mittagessen im Restaurant oder der Kantine. Coworking-Spaces sind darum eine Antwort mit Zukunft, aber sie sind auch die Kommerzialisierung dieses wachsenden Bedürfnisses. 180 Euro - mal mehr mal weniger - für einen Schreibtischplatz. Das ist viel Geld. Die Gewinnmargen der Betreiber dürften hoch sein.

Weniger kostet es in der Regel, wenn man sich mit ein paar Kollegen eine Wohnung oder ein Büro anmietet, ein paar Schreibtische samt Drucker hineinstellt und einen Telefon- und Internetanschluss bestellt. Denn: Kooperation im Arbeitsalltag ist gut und wichtig, aber noch besser ist die selbst organisierte Kooperation.

Tim Zülch arbeitet als freier Journalist und Radioautor im Medienkombinat Berlin. Sein Arbeitsplatz kostet ihn 75 Euro im Monat.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln