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LIEBE

Michael Hanekes international preisgekrönter Film

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Polizei und Feuerwehr brechen eine Pariser Wohnung auf. Die Leiche der Frau, den Kopf auf schon vertrocknete Blumenköpfe gebettet, wirkt schön, trotz Spuren der Verwesung. Der Zuschauer stürmt nicht mit den vielen fremden Menschen in die Behausung, die Kamera steht innen. Wir sind Mitbewohner. Wir sind drin, sofort und immerdar.

Wir werden diese Wohnung nicht mehr verlassen, ausgenommen in jener folgenden Szene: Das Ehepaar Anne und George besucht ein Konzert, sitzt im Publikum. Totale. Blick in den Saal. Viele Gesichter. Zeit also, die Beiden im Leutegewirr zu suchen, zu erkennen - als wolle die Geschichte sofort sagen: Was bald passieren wird, das ist ein Allerweltsgeschehen, jeder siedelt möglicherweise im Schicksal, das eines Tages zur klaren Ansage wird: Schlaganfall, fehlerhafte Operation, Verlust der Selbstkontrolle, Siechen, Pflege (die das Siechen nicht aufhält), Elend also, täglich mehr Elend, dann ein Schluss, den nieman...


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