Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Politisches Exempel nach fast 40 Jahren

Prozessauftakt gegen mutmaßliche Mitglieder der Revolutionären Zellen / Vorwurf der Beteiligung an Sprengstoffanschlägen

  • Von Hans-Gerd Öfinger, Frankfurt am Main
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der Prozess gegen zwei mutmaßliche Mitglieder der »Revolutionären Zellen« dürfte das letzte deutsche Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit bewaffneten Aktionen in den 1970er Jahren sein.

»Die Beweisgrundlage ist dermaßen dünn, dass am Ende nur ein Freispruch stehen kann«, erklärte Rechtsanwalt Detlef Hartmann auf nd-Anfrage. Hartmann ist Strafverteidiger von Christian Gauger, der zusammen mit seiner Lebensgefährtin Sonja Suder seit gestern als Angeklagter die Hauptfigur in einem Prozess ist, der sich über das gesamte Winterhalbjahr hinziehen dürfte. Beide sollen Mitte der 1970er Jahre Sprengstoffanschläge des Netzwerks »Revolutionäre Zellen« (RZ) mit vorbereitet haben. Zudem wird Suder eine Beteiligung an dem Anschlag gegen eine Konferenz der OPEC-Minister 1975 in Wien zur Last gelegt, bei dem mehrere Personen ums Leben gekommen waren.

Zum Prozessauftakt im Frankfurter Landgericht waren Weggefährten der Angeklagten aus Jugendtagen erschienen, die zuvor an einer Solidaritätskundgebung teilnahmen. Angereist waren auch über 20 französische Aktivisten, die Suder und Gauger aus deren Exiljahren kennen. Die beiden hatten ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.