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Gemeinsame Hilfe für die Schwächsten

Hamburg: Kooperation zwischen Mietervereinen und Sozialbehörde in Mietsachen hilft Geld sparen

  • Von Volker Stahl
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Seit zehn Jahren arbeitet die Hamburger Sozialbehörde mit dem Mieterverein und »Mieter helfen Mietern« bei der Beratung von Transferleistungsempfängern zusammen. Zum Vorteil von Mietern und Gemeinwohl werden unberechtigte Vermieterforderungen abgewiesen. Die Stadt spart so Steuergelder, und die Ärmsten der Armen finden kompetenten Rat.

Sybille Preetz* wohnt in der Gerhardstraße im Stadtteil St. Pauli in einem teilweise gewerblich genutzten Gebäude, wie es im Amtsdeutsch heißt. Im wahren Leben bedeutet das: Die Straße liegt mitten im Amüsierviertel. Dort, wo sich Kneipenschild an Kneipenschild reiht. Wenn abends unten gefeiert wird, vibrieren in Sybille Preetz’ 26 Quadratmeter kleiner Wohnung im ersten Stock die Dielen, den Soundtrack dazu liefert das Krakeelen der Betrunkenen - schöner Wohnen ist woanders.

Miete und Nebenkosten für die Wohnung zahlt team.arbeit.hamburg, also die Stadt. Als die Sachbearbeiterin des Jobcenters die Aufstellung der jährlichen Nebenkosten von 1819,51 Euro für die kleine Wohnung sah, traute sie ihren Augen nicht. Das Amt hatte im Jahr 2010 bereits 600 Euro Vorauszahlungen für Betriebskosten und 499,20 Euro für die Heizung geleistet. Nun verlangte der Verwalter eine Nachzahlung von 720,31 Euro. Die Sachbearbeiterin wunderte sich in einem...


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