Wolf-Dieter Vogel 25.09.2012 / Ausland

»Wir werden unseren Weg weiter gehen«

Das Komitee Cerezo setzt in Mexiko trotz Todesdrohungen seine Arbeit für die Menschenrechte fort

Wer in Mexiko gegen die strukturelle Gewallt rund um den sogenannten »Krieg gegen die Drogen« aufbegehrt, lebt gefährlich. Das »Komitee Cerezo« setzt sich gegen die Kriminalisierung politischer Proteste und sozialer Bewegungen und für die Rechte politischer Gefangener ein. Dafür wurde das Komitee 2012 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.

Wer Alejandro, Antonio und Hector Cerezo sucht, geht am besten in die UNAM, jene Universität in Mexiko-Stadt, in der so viele Rebellionen des Landes ihren Anfang nahmen. Dort, im Gebäude der Fakultät für Philosophie und Geisteswissenschaften, hinter dem Flur mit den unzähligen Aufrufen zu Demonstrationen und Versammlungen, in der Nähe des Kiosks der Zapatisten, betreiben die drei Männer und ihre Mitstreiter das »Café Cerezo«. Der kleine Kaffeestand soll ein paar Pesos in die Kasse bringen. Ob es zum Leben reicht? »Nicht wirklich«, sagt der 34-jährige Antonio Cerezo, »aber wir überleben«. Seine Hose, seine Jacke sowie sein Hemd haben ihm Freunde geschenkt, und mit den umgerechnet 130 Euro, die sie sich monatlich auszahlen, kommt er knapp über die Runden. Aber ums Geld geht es dem linken Aktivisten nicht. »Viele arbeiten in Nichtregierungsorganisationen, verdienen dort nicht schlecht und hoffen, irgendwann in einer Partei oder einer Institution Karriere zu machen.« Nicht, dass ihn das besonders stören würde, aber seine Sache ist das nicht. Jedenfalls scheint allein die Überzeugung zu zählen, wenn er und seine Brüder über den Kampf ihres »Komitee Cerezo« berichten, über ihren Einsatz gegen die vielen von Soldaten sowie Polizisten verübten Menschenrechtsverletzungen und für eine Gesellschaft, in der alle Mexikanerinnen und Mexikaner in Würde leben können.

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