Angriff auf NS-Zwangsarbeiter

Neun Verletzte bei Reizgas-Attacke während Einweihung eines Mahnmals

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Im Hamburger Bezirk Bergedorf sind ehemalige NS-Zwangsarbeiter bei der Einweihung eines Mahnmals attackiert worden. Der Täter wurde in die Psychiatrie eingewiesen; der Künstler Jan de Weryha, nach dessen Plänen die Stele entstand, glaubt indes nicht an einen verwirrten Einzeltäter.

Es waren bestürzende Szenen, die sich Ende der vergangenen Woche im Hamburger Bezirk Bergedorf ereigneten: Während der Einweihung eines Mahnmals für frühere NS-Zwangsarbeiter griff am Freitagnachmittag ein 42-Jähriger die polnische Delegation an. Mehrere hochbetagte Überlebende der Nazidiktatur wurden aus kürzester Entfernung mit Reizgas attackiert. Neun Menschen wurden verletzt, sieben von ihnen mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden. Die Polizei nahm den Täter unmittelbar darauf fest - er ist unterdessen in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden.

Der in Polen geborene Künstler Jan de Weryha, der in Hamburg lebt und nach dessen Plänen das Mahnmal für die Zwangsarbeiter entstand, wies die These von einem verwirrten Einzeltäter allerdings zurück. »Die Bestie ist auf die Menschen losgegangen! Das ...


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