Gelebte Fankultur

Ligaverband plädiert für Stehplätze, will aber nicht mehr über Pyrotechnik diskutieren

  • Von Frank Hellmann, Frankfurt am Main
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Fußball ist immer noch ein Spiel. Und ein Stadion eine Begegnungsstätte. Um elementare Dinge in der teils ausgeuferten Diskussion um die Sicherheitsprobleme im deutschen Fußball in Erinnerung zu rufen, hat Reinhard Rauball sehr nachdringlich in Erinnerung gerufen, was die Deutsche Fußball-Liga (DFL) nicht will: Nacktscanner oder elektronische Fußfesseln wie in einem Hochsicherheitstrakt. Und keinesfalls möchte sich der Ligapräsident, der zugleich dem Doublegewinner Borussia Dortmund vorsteht, der die größte Stehtribüne Europas seinen Stolz nennt, den populistischen Forderungen aus der Politik hingeben, die nach den nächsten Gewaltexzessen die Stehplätze abschaffen wollen. »Ich sage zum sechsten, siebten, achten und neunten Mal: Stehplätze gehören zur gelebten und historisch gewachsenen Fankultur. Es ist das Letzte, was wir aufgeben wollen«, rief Rauball aus.

Und doch kann Handlungs- und Sanktionsbedarf nicht geleugnet werden, wesh...


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