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Über den alltäglichen Skandal des Hungers

Alle fünf Sekunden fällt ein Kind dem Mangel an Nahrung zum Opfer. Der Hunger ist kein Schicksal, er ist das Werk von Menschen und kann von Menschen besiegt werden, behauptet Jean Ziegler, Soziologe und emeritierter Professor der Universität Genf sowie der Sorbonne in Paris. Mit ihm sprach nd-Redakteur Martin Ling in Berlin.

nd: Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind unter zehn Jahren an Hunger. Für Medien hat das einen Nachrichtenwert wie »Hund beißt Mann«. Der alltägliche Skandal findet in den Medien nicht statt. Schlagzeilen machen »nur« eskalierende Hungerkrisen, die spektakuläre Bilder liefern. Welche Erwartungen hegen Sie mit ihrem Buch »Wir lassen sie verhungern«, das den alltäglichen Hunger thematisiert?
Ziegler: Zu allererst wollte ich mit diesem Buch eine Bilanz über meine Tätigkeit als erster UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung (2000-2008) vorlegen. Nun kann ich endlich offen sagen, wer die Halunken sind und worin die Hoffnung liegt, den Kampf gegen den Hunger erfolgreich zu führen. Das tägliche Massaker des Hungers ist ein nicht hinnehmbarer Skandal: 18 ...


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