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Rückholaktion Helmut Kohl

Die CDU eroberte den Altkanzler zurück - oder war's eher umgekehrt?

  • Von Gabriele Oertel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Helmut-Kohl-Festival hat am Donnerstagabend durch einen Festakt der Konrad-Adenauer-Stiftung im Berliner Deutschen Historischen Museum sein Ende gefunden. Der 30. Jahrestag der Wahl Kohls zum Bundeskanzler brachte dem Oggersheimer eine 1000-Seiten-Biografie, eine Briefmarke - und die Wiederaufnahme in die CDU-»Familie«.

Es heißt, dass am meisten vor Standesämtern und auf Friedhöfen gelogen wird. Seit dieser Woche muss man auch die CDU-Feierlichkeiten zu Ehren des »ewigen Kanzlers« mit auf die Heuchel-Hitliste nehmen. Einziger Unterschied zu Lügen, die beim Ja-Wort und am Grab üblich sind: Die, die den sichtlich angeschlagenen Mann im Rollstuhl zum lebenden Denkmal verklärten, und der Geehrte schenkten sich nichts im selektiven Umgang mit der Wahrheit. Deshalb blieb nach dem Verklingen aller Lobeshymnen auch offen, ob die CDU sich ihren vor zehn Jahren in die pfälzische Emigration geschickten Ex-Vorsitzenden zurückeroberte - oder er sich den schon einmal innegehabten Übervaterstatus in der CDU.

Fest steht, so schlecht es dem 82-Jährigen auch gehen mag und so sehr er darunter leidet, sprachlich wie körperlich nicht mehr den politischen Bulldozer spielen zu können wie 16 lange Jahre - er hat es genossen, wie Ex-Regierungschefs beinahe aller Herren Lä...


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