Unwürdig

Russland, Tschetschenien und die OSZE

  • Von Detlef D. Pries
  • Lesedauer: ca. 1.0 Min.
Würdig werde Russland seiner Zukunft begegnen, versprach Präsident Wladimir Putin seinen Landsleuten zum neuen Jahr. Im Widerspruch dazu verkündete sein Außenminister Igor Iwanow, mit dem 31. Dezember 2002 laufe das Mandat der Vertretung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Tschetschenien aus. Mit Recht hatte Russland in der Vergangenheit wiederholt gefordert, den Einfluss der OSZE zu stärken. Nicht die NATO mit ihrer Vorliebe für militärische »Lösungen«, sondern die OSZE sollte Konflikte im »gemeinsamen Haus Europa« regulieren. Moskau hat diese Forderung allerdings nicht durchsetzen können, und wie sich zeigt, galt sie wohl auch nur für Streitfälle außerhalb der »eigenen« vier Wände. Als Vermittler in Tschetschenien war die OSZE nicht erwünscht, jetzt ist sie es nicht einmal mehr als Beobachter. Stattdessen sollte sie sich nach Moskauer Vorstellungen auf die Koordinierung humanitärer Hilfe konzentrieren. Die OSZE nur eine weitere humanitäre Hilfsorganisation? War das ihr Gründungsauftrag! Tschetschenien ist für Russland eine schmerzhafte Wunde, die nicht heilen will. Wider besseres Wissen von »Normalisierung« zu sprechen, den hausgemachten Konflikt als Werk des »internationalen Terrorismus« abzutun und unliebsame Augenzeugen ab...

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