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Tanzende Sirenen und eine duale Flugshow

12. Tanztage ab heute in den Sophiensaelen

Kaum hat das neue Jahr begonnen, beginnen auch die Tanztage. Barbara Friedrich, eine Institution des Tanzes in guten wie in schlechten Zeiten, präsentiert ihre 12. Tanztage vom 2. bis 25. Januar am neuerlich bewährten Ort in den Sophiensaelen. Bei dem Programm aus 18 verschiedenen Produktionen sticht zunächst ins Auge, dass einige alte Bekannte der Tanztage nicht mehr dabei sind. Kein Christoph Winkler, kein »Two Fish«, kein »Wee Dance«- einige der von Friedrich geförderten Künstler sind jetzt auf größeren Bühnen zugange und den Tanztagen, die immer ein Podium junger Künstler sein wollten, entwachsen. Es ist bemerkenswert, dass Friedrich der eigenen Konzeption die Treue hält und auf das Neue setzt. Den Festival-Auftakt gestaltet die in Berlin noch so gut wie unbekannte bildende Künstlerin Chat, die Friedrich einst ein Stück auf einer Treppe choreografieren sah und für vielversprechend hält. Am gleichen Abend (2. und 3.1.)- neben einem die Grausamkeit zelebrierenden Märchen von Anja Hempel- noch die beiden sportlich-eleganten Tänzerinnen Rachael Lincoln und Sommer Ulrickson aus dem sonnigen Kalifornien, die die Begegnung von zwei Frauen, die den selben Mann lieben, gestalten. Drei Eleven von »balance 1« und zwei Absolventen von der »Etage« (die jetzt zudem an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« studieren) präsentieren ihre Projekte vom 3.-6.1. im kleinen Hochzeitssaal. Ganz der Tanzlust gewidmet ist Nicole Beutlers »Sonntag«. Sie fand sieben tanzbegeisterte Damen zwischen Mitte 50 und Mitte 70, die zu neu abgemischter Musik die Kulturtechnik, sich an Gesellschaftstänzen zu erfreuen, weitergeben wollen (4. und 5.1.). Ein besonderes Höhepunkt ist am 11.1. zu erwarten, wenn die gewöhnlich tanzenden Sirenen Anna Jankowska und Heini Nukari ihre Stimmen, unterstützt von einer dreiköpfigen Band, erheben. Ungewöhnlich mutet die duale Tanz- und Flugshow an, die Ingo Reulicke und die Performerin Walli Höfinger am 15. und 16.1. bieten werden. Fast alle Produktionen sind Uraufführungen. Man darf also viel Neues erwarten. Und da an den meisten Abenden zwei oder mehr Arbeiten gezeigt werden, ist ohnehin für Kurzweil gesorgt.
12. Tanztage, 2.1.-25.1., Sophiensaele, Sophienstr. 18, Tel.: 2835266, Eintritt: 13 EUR, erm. 8 EUR, www.tanztage.de

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