Werbung

Dieser Text ist Teil des nd-Archivs seit 1946.

Um die Inhalte, die in den Jahrgängen bis 2001 als gedrucktes Papier vorliegen, in eine digitalisierte Fassung zu übertragen, wurde eine automatische Text- und Layouterkennung eingesetzt. Je älter das Original, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass der automatische Erkennvorgang bei einzelnen Wörtern oder Absätzen auf Probleme stößt.

Es kann also vereinzelt vorkommen, dass Texte fehlerhaft sind.

Kenias Oppositionsführer will Exil in Deutschland

  • Von BRENT HENTSCHEL
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Das sich derzeit nicht eben ausländerfreundlich gebärdende Deutschland ist um einen Asylbewerber reicher: Raila Odinga, der prominenteste Oppositionspolitiker Kenias. Odinga ist der Sohn des ersten Vizepräsidenten des unabhängigen Kenias, Oginga Odinga. Dieser war Kampfgefährte von Staatsgründer Jomo Kenyatta, brach aber später mit der Staatsführung und gründete das „Forum zur Wiederherstellung der Demokratie“ (FORD). Sohn Raila war kürzlich ins benachbarte Uganda geflüchtet, weil er in seinem Heimatland um sein Leben fürchten muß. Uganda aber wollte es offensichtlich nicht mit Kenias Mächtigen verderben, lehnte den Asylantrag ab und verwies den Politiker an die UNO-Flüchtlingsbehörde.

Odinga war wegen seiner politischen Haltung seit 1982 dreimal in Haft. Er ist von Beruf Ingenieur und hatte in der DDR studiert. Der Politiker gehört zu einer Gruppe von Oppositionellen, die für die Einführung einer Mehrparteiendemokratie eintreten. Die kenianische Regierung unter Staatspräsident Daniel arap Moi will jedoch bis auf weiteres am Einparteiensystem festhalten.

Angesichts der Bonner Diskussion um eine Grundgesetzänderung „vertraut“ das offizielle Nairobi auf die Gerichte des „befreundeten“ Deutschland, die über das Asylgesuch Odingas befinden werden. Allerdings ist Odinga keiner der zehntausenden Namenlosen, die gleich ihm an deutsche Pforten klopfen...

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Schenken Sie schon, oder rätseln Sie noch?

Verschenken Sie das »nd«

Klare Worte, Kritische Debatten und mutiger Journalismus von Links: Das »nd« wird Sie bewegen.

Jetzt verschenken oder sich selbst beschenken