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Böse NVA

Es ist doch nicht so, wie böswillige Linke behaupten: Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt. Höchstens ein ganz klein bißchen, wie derzeit in der Türkei. Und dann sind es auch keine „deutschen“ Waffen, sondern nur NVA-Waffen, die nebst Munition dem Verteidigungsminister'bei der Auflösung der Nationalen Volksarmee tonnenweise in den Schoß fielen. Sie liegen ihm so schwer auf dem Magen, daß er sie Partnern zur freundlichen Weiterverwendung überläßt. Tarnte man die Lieferungen nach Israel noch als landwirtschaftliches Gerät, so sparte man sich mit Ankara die Mühe. Die Versicherung, das Kriegsgerät nur zur Abwehr des äußeren Feindes einzusetzen, genügte Bonn.

Wird man, wie nun im wilden Kurdistan, auf frischer Tat ertappt, weint man bittre

Zähren über den schnöden Wortbruch und „straft“ den Verräter damit, daß man die Waffenlieferungen storniert. Wenigstens so lange, bis die türkischen Generale das Kurdenproblem auf ihre Weise geregelt haben oder sich die Aufmerksamkeit wieder anderen Themen zuwendet.

Verderben will es Bonn mit Ankara nicht. Merke: Die Bösewichter sitzen nicht am Bosporus, sondern im Mpabiter Untersuchungsgefängnis. Stoltenbergs Buhmänner sind die Keßler und Co. Hätte es keine NVA gegeben, wären keine NVA-Waffen in die Türkei geliefert worden sondern nur die harmlosen Leopard-Panzer, Granatwerfer oder Phantom-Flugzeuge. Für die Politiker macht das einen feinen Unterschied. Nicht aber für die kurdischen Frauen, Kinder und Greise, ob sie von einer Panzergranate aus einem Leopard oder einem T 72 getötet werden.

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