Treuhand ist nur Vollzugsorgan der Politik

Im Osten Deutschlands wird nunmehr von allen Seiten die Treuhand kritisiert. Denn niemand kann mehr die Augen davor verschließen, daß hier der wirtschaftliche Niedergang bei weitem nicht mehr nur eine Folge der zentralgeleiteten Kommandowirtschaft der DDR ist. Jedoch ist die Treuhand trotz notwendiger Korrekturen in ihrer Tätigkeit letztlich nicht der eigentliche Adressat der berechtigten Kritik. Sie ist Vollzugsorgan einer Politik, die sich in ökonomischer Hinsicht von traditionellen Auffassungen über Märktwirtschaft und den in den letzten Jahrzehnten in der Alt-BRD herausgebildeten ordnungspolitischen Grundlagen und Instrumentarien leiten läßt.

Wenn diese unter den in Westdeutschland und anderen Ländern gegebenen Bedingungen zu wirtschaftlichem Erfolg führten (bei Unterschieden von Land zu Land), so war es schon von der Logik her fragwürdig, ob sie auch bei gänzlich anderen Verhältnissen brauchbar sind. In diese Richtung gehende krit...


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