• Düstere Vergangenheit in der Slowakei und Kroatien neubeschworen / Die Erblast der katholischen Kirche

Der lange Arm und der unheilvolle Segen des Vatikans

Den geschichtsbewußten Betrachter muß es betroffen machen, wenn er heute jene Bilder sieht, wie in Bratislava mit Porträts von Tiso für eine unabhängige Slowakei demonstriert wird, oder in Kroatien wieder Ustascha-Embleme und -Söldner auftauchen, blutige Vergangenheit neubeschwörend...

Seit der Gründung der Ostkirchenkongregation beim Heiligen Stuhl 1917 im Zusammenhang mit den revolutionären Ereignissen in Rußland hatte für alle treue Katholiken der „gottlose Bolschewismus“ als Hauptfeind zu gelten. Und so förderte der Vatikan denn auch nach dem ersten Weltkrieg alle ständisch orientierten Regime, die sich auf christliche und klerikalfaschistische Parteien stützten und dann, wie in Ungarn, Österreich, Pilsudski-Polen, Italien, Portugal und Spanien, Diktaturen etablierten. Nach Auffassung der Katholischen Kirche waren sie das beste Bollwerk, „die einzige Rettung vor dem Kommunismus“. (Kardinal Faulhaber am 20. A...


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