Werbung

Dieser Text ist Teil des nd-Archivs seit 1946.

Um die Inhalte, die in den Jahrgängen bis 2001 als gedrucktes Papier vorliegen, in eine digitalisierte Fassung zu übertragen, wurde eine automatische Text- und Layouterkennung eingesetzt. Je älter das Original, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass der automatische Erkennvorgang bei einzelnen Wörtern oder Absätzen auf Probleme stößt.

Es kann also vereinzelt vorkommen, dass Texte fehlerhaft sind.

KASTRIERTE KRIMIS

Foto: Peter Peitsch

LUTZ RATHENOW wurde 1952 in Jena geboren und lebt seit 1978 in Berlin. In den Akten der Staatssicherheit wurde er als „feindlich-negativer“ Autor geführt. Er hatte Reiseverbot, und alle seine Bücher vor der Wende sind nur im Westen veröffentlicht worden. Seine Lesungen in Kirchen und in Wohnungen von Freunden wie auch sein privates Leben wurden von der Stasi sorgfältig beobachtet und in 15 Aktenordnern auf rund 5 000 Seiten erschöpfend dokumentiert. Obwohl er bereits wegen seines er-

„Mit

in drei Auflagen mit den Fotos von Harald Hauswald. Seine kurze, oftmals auf optische Wirkung aufgebaute Prosa bezeichnet er selbst als „Filme, die zu drehen nicht lohnt“. In einem für ihn so ereignislosen Land wie der DDR versuchte er, sich das Leben interessant zu schreiben. Es wird oft gestorben in seinen Texten und Regierungen werden gestürzt. Auf der einen Seite die staatsverweigernde Subkultur des Prenzlauer Bergs von Berlin, auf der anderen Seite die politischen Anmaßun-

am soundsovielten einen Diebstahl begangen zu haben. Was natürlich geklärt werden muß. Die Untersuchungen kommen zu keinem Ende.

Die Behörden möchten das Verfahren gern einstellen und ignorieren neue, kleinere Delikte - wie Tätlichkeiten gegen Beamte.

Doch Karl ist stur und schafft es, rechtzeitig einen Sprengsatz zu zünden, den Anstaltsleiter in seine Zelle zu entführen oder eine angeblich früher begangene Straftat durch Beweise zu untermauern. Er verhindert immer wieder den Abschluß des Verfahrens und darf so seinen Bart lebenslänglich behalten.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln