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  • Ratgeber
  • ND-Autotest: Mitsubishi Colt 1 300 GLi

Wieder keine Familienkutsche

Die Mitsubishi-Antwort in der Golf-Klasse heißt immer noch Colt, war kürzlich im italienischen Siena zu erfahren. In der vierten Generation sieht er aus wie eine Mischung japanischer Brüder, im Windkanal glattgeschliffen. Auch im neuen Outfit will er keine Familienkutsche sein, bleibt ein Single-Wagen für die kurzen Strecken in der Stadt, obwohl die Fahrleistung ihn durchaus zu Überlandpartien befähigt. Der Preis für die drei verschiedenen Motor-Versionen: zwischen 20 580 und 32 580 DM.

Gefällig in der Form - große Glasflächen und schlanke Dachsäulen, Front oder Heck, Scheinwerfer oder Türgriff alles ellipsenförmig - kann Colt IV. mehr als schön sein. Auch bei 1,83 m Körpergröße läßt es sich vorn noch befriedigend auf den straff gepolsterten Sitzen fahren. Der Radstand wurde zwar um 55 mm vergößert, dennoch ist auf den hinteren Bänken die Kniefreiheit nach wie vor alles andere als grenzenlos. Das Kofferraumvolumen ist mit 240 Litern auch noch sehr klein. Für den großen Wochenendeinkauf müßten schon die Rücklehnen umgeklappt werden (Ladevolumen dann 1 072 Liter). Die hohe Ladekante zaubert auch kein Lächeln auf die Lippen. Ablageflächen sind rar und klein.

Mitsubishis neuer Dreitürer paßt irgendwo zwischen Kompaktwa-

gen- und Kleinwagenklasse. Für die ganze Familie ist er zu klein. Doch seine Zielgruppe sind besser verdienende Familien, die einen Zweitwagen wollen. Der kleine Japaner ist pflegeleicht. Seine Vorgänger wurden in den letzten zehn Jahren in ihrer Klasse siebenmal Champion in der ADAC-Pannenstatistik.

Die Ausstattung selbst ist in der Grundversion großzügig. Schon

der 1 300 GLi hat Servolenkung, zwei innenverstellbare Außenspiegel, heizbare Heckscheibe mit Wisch-Waschanlage, Fernentriegelung der Heck- und Tankklappe. Der höhenverstellbare Fahrersitz hat eine Memoryfunktion für die Rückenlehne, höhenverstellbares Lenkrad. ABS gibt es erst eine Klasse höher. Die Rundumsicht ist sehr gut.

Technisch läßt der neue Japaner einige Konkurrenten alt aussehen: ein aufwendig konstruiertes Fahrwerk, drei verschiedene Motoren von 55 kw/75 PS bis 103 kw/140 PS. Ab etwa 3 000 Umdrehungen pro Minute wird das Motorengeräusch allerdings als Lärm empfunden. Etwas mehr Aufmerksamkeit für die Lärmdämmung müßte nicht unbedingt die Kosten in astronomische Höhen treiben.

Der Kleinwagen ist ein Auto für ausgeschlafene Leute und nichts für schaltfaule. Das 5-Gang-Getriebe ist sauber geführt. Der Verbrauch liegt nach Werkangaben bei 6,9 Liter unverbleitem Normalbenzin (Vorgänger 7,9 1). Die Straßenlage ist gemütlich, der Geradeauslauf straff, die Kurveneigenschaften sind gut. Die Federung wird als sportlich empfunden. Keine Probleme auf glatter Strecke, aber Unebenheiten stoßen gelegentlich unangenehm auf.

DIETMAR RIETZ

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