Berliner »Blade Night« lebt wieder auf

Ab 25. Mai immer sonntags auf vier verschiedenen Routen der Innenstadt

  • Von Matthias Koch
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Im Jahr 2000 fand in Berlin die letzte »Blade Night« für Inline-Skater mit geschätzten 50000 Teilnehmern statt. Nun können die Liebhaber des nächtlichen Fahrens auf Rollschuhen, bei denen die Rollen in einer Reihe montiert sind, wieder ihrem Hobby frönen.
Denn ab 25. Mai besitzt die Hauptstadt mit der »Balisto Blade Night« wieder einen eigenen Nachtskate-Höhepunkt. »Die Veranstaltung ist kostenlos für alle, die sich mit der Rolle identifizieren. Wir lassen die "Blade Night" wieder aufleben«, erklärt Frank Effenberger. Der Vorsitzende des 700 Mitglieder zählenden und vor einem Jahr gegründeten Fördervereins des Berliner Nachskatens und Inline-Skatings ist froh über diese Entwicklung. Sie wird im Übrigen auch von der Stadt Berlin mitgetragen.
»Das Skaten steht im Vordergrund. Es geht nicht allein darum, nur die besten Flächen in der Innenstadt zu benutzen. Aufgrund der wechselnden Streckenführung müssen auch nicht immer die gleichen Straßen gesperrt werden. Zudem übernehmen die Veranstalter auch selbst Verantwortung«, begründet Stephan Kubitz, Mitarbeiter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, das Wohlwollen der Stadt.
Zum Auftakt am 25. Mai erwarten die Veranstalter 5000 Teilnehmer. An jedem Sonntag bis zum 26. Oktober können sich die Skater ab 19 Uhr am Start- und Zielpunkt an der Straße des 17. Juni am Brandenburger Tor (nur am 25. Mai Treff Ecke Entlastungsstraße) versammeln. Der Start erfolgt jeweils 20.30 Uhr. Für das Durchlaufen von vier wechselnden Touren mit Streckenlängen von 15 bis 18 Kilometern durch die Stadtgebiete Kreuzberg, Friedrichshain, Tiergarten und Charlottenburg sind rund 90 Minuten veranschlagt. Bis Mitternacht kann sich die Skaterszene dann noch im Zielbereich bei Musik und Catering vergnügen und die nächtlichen Ereignisse Revue passieren lassen.
Wettkampfcharakter soll die neue »Blade Night« übrigens nicht besitzen. »Wir gehen von einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 15 Kilometern pro Stunde aus. Das ist jedem zuzutrauen. Es geht darum, das stressfreie Fahren ohne Autoverkehr und Diskussionen zu genießen«, so Veranstalter Frank Effenberger.
Damit motorisierte Verkehrsteilnehmer nicht sehr lange im Stau stehen müssen, sollen im Zug der Skater auch keine großen Lücken entstehen. »Pro 5000 Teilnehmer rechnen wir mit einer partiellen Belastung von zehn bis 15 Minuten Wartezeit für die Autofahrer. Dafür muss der Zug komprimiert sein. Tun sich Lücken auf, werden diese auf Anweisung von Ordnern zugefahren oder das Tempo des Führungsfahrzeuges verlangsamt. Damit erreichen wir geringe Durchlaufzeiten«, so Effenberger.
Bei der komplett privat finanzierten Veranstaltung wird die Polizei aus personellen und wirtschaftlichen Gründen den Zug nur im Führungs- und Schlussfahrzeug begleiten sowie an großen Kreuzungen den Verkehr regeln. Die meisten der 35 bis zu 70 Vorsperrungen durch Warn-Baken sollen Radkuriere aufstellen und nach dem Ende des Zuges gleich wieder entfernen. Allerdings fehlt es den Organisatoren derzeit noch an rund 150 bis 300 Helfern, »die nicht grundsätzlich ehrenamtlich arbeiten«, so Effenberger. Interessenten können sich im Internet informieren. Um zahlreiche Meldungen wird gebeten.
Angesichts der nicht vorhersehbaren Wetterlage soll es sonntags jeweils um 12 Uhr eine dann verbindliche Ab- oder Zusage der Veranstaltungen geben. Da das Fahren auf eigenes Risiko geschieht, wird zudem die Benutzung der kompletten Schutzkleidung empfohlen. Da Unfälle bei der Größenordnung des Teilnehmerfeldes aber nicht auszuschließen sind, wollen die Veranstalter am 25. Mai noch ein spezielles Versicherungspaket für Hobby-Inline-Skater präsentieren.

www.skate-night-berlin.de oder

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