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Am Wochenende zog es die Berliner auf den Markt. Den ersten Ostprodukte-Markt, auf dem -zig Betriebe aus den neuen Bundesländern feilboten, womit sie in den Wettbewerb eingreifen wollen.

Inzwischen hält, wie das Institut für Wirtschaftsforschung Leipzig feststellt, der Trend der hiesigen Verbraucher hin zu heimischen Produkten, vor allem Lebensmitteln, an. Drei Viertel der Haushalte bevorzugen sie. Dabei kaufen ältere Kunden stärker als die jüngeren bestimmte, das heißt ostdeutsche, Marken. Das hat nichts mit Verklärtem Rückblick zu tun, allenfalls mit der Hoffnung, ein paar Arbeitsplätze zu sichern. Vor allem aber sind Qualität und Preis entscheidend. Drei Viertel der Käufer sehen vorrangig darauf.

Nach der Vereinigung verschwanden die Ost-Produkte aus den Regalen. Die westdeutschen Handelsketten rissen den Markt an sich. Die Käufer griffen nicht mehr

nach dem armen, nackten Ost-Würstchen, sondern der gestylten West-Delikatesse. Inzwischen haben sie festgestellt, daß das Heimische zum großen Teil besser schmeckt. Deshalb legen über 90 Prozent Brot, Wurst und Fleisch von hier in den Einkaufskorb. Au-ßerdem wird für ostdeutsche Lebensmittel deutlich mehr geworben, weil westdeutsche Firmen den Fuß in die Türen der Produktionsstätten gestellt haben.

Bei Bekleidung und hochwertigen technischen Gütern - den Fernsehern, HiFi-Anlagen, Elektrogeräten - werden allerdings West-Marken eindeutig bevorzugt, obwohl ostdeutsche Betriebe oftmals durchaus Konkurrenzfähiges anbieten können. Das DDR-Image lebt noch. Wird Staßfurt, selbst wenn es Gleichwertiges offeriert, jemals neben Sony oder Philips bestehen können?

ROSIBLASCHKE

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