Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Dieser Text ist Teil des nd-Archivs seit 1946.

Um die Inhalte, die in den Jahrgängen bis 2001 als gedrucktes Papier vorliegen, in eine digitalisierte Fassung zu übertragen, wurde eine automatische Text- und Layouterkennung eingesetzt. Je älter das Original, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass der automatische Erkennvorgang bei einzelnen Wörtern oder Absätzen auf Probleme stößt.

Es kann also vereinzelt vorkommen, dass Texte fehlerhaft sind.

Konkurrenz, die auf guten Geschmack baut

Am Wochenende zog es die Berliner auf den Markt. Den ersten Ostprodukte-Markt, auf dem -zig Betriebe aus den neuen Bundesländern feilboten, womit sie in den Wettbewerb eingreifen wollen.

Inzwischen hält, wie das Institut für Wirtschaftsforschung Leipzig feststellt, der Trend der hiesigen Verbraucher hin zu heimischen Produkten, vor allem Lebensmitteln, an. Drei Viertel der Haushalte bevorzugen sie. Dabei kaufen ältere Kunden stärker als die jüngeren bestimmte, das heißt ostdeutsche, Marken. Das hat nichts mit Verklärtem Rückblick zu tun, allenfalls mit der Hoffnung, ein paar Arbeitsplätze zu sichern. Vor allem aber sind Qualität und Preis entscheidend. Drei Viertel der Käufer sehen vorrangig darauf.

Nach der Vereinigung verschwanden die Ost-Produkte aus den Regalen. Die westdeutschen Handelsketten rissen den Markt an sich. Die Käufer griffen nicht mehr

nach dem armen, nackten Ost-Würstchen, sondern der gestylten West-Delikatesse. Inzwischen haben sie festgestellt, daß das Heimische zum großen Teil besser schmeckt. Deshalb legen über 90 Prozent Brot, Wurst und Fleisch von hier in den Einkaufskorb. Au-ßerdem wird für ostdeutsche Lebensmittel deutlich mehr geworben, weil westdeutsche Firmen den Fuß in die Türen der Produktionsstätten gestellt haben.

Bei Bekleidung und hochwertigen technischen Gütern - den Fernsehern, HiFi-Anlagen, Elektrogeräten - werden allerdings West-Marken eindeutig bevorzugt, obwohl ostdeutsche Betriebe oftmals durchaus Konkurrenzfähiges anbieten können. Das DDR-Image lebt noch. Wird Staßfurt, selbst wenn es Gleichwertiges offeriert, jemals neben Sony oder Philips bestehen können?

ROSIBLASCHKE

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln