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  • Kultur
  • Entertainer Günther Emmerlich machte Karriere unter den Augen von 38 Stasi-Spitzeln

Nun sucht „Sängersolist“ seinen Fan-Club

  • Von PETER BERGER
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Es war still geworden um den TV-Unterhalter Günther Emmerlich, nun macht er wieder Schlagzeilen. Seine neueste „Show“ heißt „Meine Stasi-Akte“, und lange hat er keine so gute Presse mehr gehabt. Er hatte ihr auch lange nicht mehr so viel zu bieten: 28 Jahre lang wurde er bespitzelt, erzählt er den Reportern, die Decknamen von 38 Inoffiziellen Mitarbeitern hat er bis jetzt herausgefunden. Als er 18 war, hatte er bei einer Zecherei ein Ulbricht-Bild vom Nagel gerissen. Seitdem, so weiß er nun, war er nicht mehr einsam im Leben, war er nicht mehr allein bei lärmenden Feten und rauschenden Festen, wenn er Polizisten ohrfeigte und Mädchen koste, die Garagentür öffnete und den Klodeckel hob. Die Späher war'n immer dabei, und waren auch nicht zu beneiden.

In ihren Berichten nannten sie ihn „Sänger“ oder „Solist“, und mit den Jahren handelten die Berichte von einer Karriere, wie sie Sängern und S...


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