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  • Brandenburg
  • Die Empfehlungen der Denkmal-Kommission des Senats stoßen auf Widerstand und Kritik

Anwohner wurden erneut nicht gehört

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Die politischen Denkmäler im westteil der Stadt wurden von der Senatskommission nicht begutachtet. Die Flamme für das „Menschenrecht auf Heimat“ auf dem „Denkmal der Vertriebenen“ am Theodor-Heuss-Platz darf weiter brennen Foto: Robert Grahn

„Unseren Teddy werden wir nicht so einfach hergeben wie den Lenin“, schimpft ein alter Kommunist. „Wird Zeit, daß der häßliche Klotz endlich wegkommt“, entgegnet ihm eine junge Frau. Seit am Montag die Senatskommission zum Umgang mit den politischen Denkmälern Ostberlins ihre Empfehlungen vorgelegt hat, gibt es unter den Anwohnern des Ernst-Thälmann-Parks kein anderes Thema mehr. Denn zu den Vorschlägen des zehnköpfigen Gremiums gehörte auch der Abriß des gigantischen Bronze-Monuments für den ermordeten KPD-Vorsitzenden.

Gegenüber ND kündigten linke Gruppen gestern „heftige Widerstandsaktionen“ an. Bereits in der Nacht zum Dienstag wurde das Thälmann-Denkmal mit einem Protest-Transparent umwickelt, das von Unbekannten jedoch wieder entfernt wurde. Auch Mahnwachen sind im Gespräch, obwohl die Kommission vorgeschlagen hatte, vor dem Abbruch einen städtebaulichen Wettbewerb durchzuführen, der mehrere Jahre dauern kann. Kampferprobte Mitglieder der Bürgerinitiative Leninplatz erkundeten dennoch die Demo-Möglichkeiten am Thälmann-Park, woraufhin die Polizei ihre Streifenwagenpräsenz vor Ort verstärkte.

Vor einer „Wiederholung der Lenin-Blamage“ warnte unterdessen die Fraktion Bündnis 90/Grüne den Senat. „Es muß eine öffentliche Debatte über die künftige Nutzung des Thähnann-Parkes geben“, forderte ihr kulturpolitischer Sprecher Albert Eckert. Erst dann könne über Abriß, Erhalt, künstlerische Verfremdung des Monuments oder ein Gegendenkmal entschieden werden. Von Initiativen wurde mehrfach kritisiert, daß die Kommission keine Anwohnerbefragungen durchgeführt hat.

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