• Politik
  • Neue Form des Auschwitz-Gedenkens

Auschwitz-Komitee siedelt nach Berlin

Zentralbüro feierlich eröffnet/Bundesregierung fördert Gedenken

  • Von Matthias Koch
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Seit Mittwoch besitzt das Internationale Auschwitz Komitee (IAK) ein Zentralbüro in Berlin. Die Bundesregierung wird dessen Arbeit bis 2007 mit rund 690000 Euro unterstützen.

Internationales Komitee erhält dank Bundesregierung Zentralbüro in Berlin Unter der Teilnahme von Noach Flug, Präsident des »Internationalen Auschwitz Komitees« aus Jerusalem, Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) und zahlreichen ehemaligen Häftlingen des NS-Konzentrationslagers Auschwitz wurde gestern das Internationale Koordinationsbüro des IAK in Berlin feierlich eröffnet. Im IAK sind seit 1952 Organisationen ehemaliger Häftlinge des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau vereinigt. »Es ist ein besonderes Ereignis, dass das Komitee seine Geschäftsräume in Berlin ansiedelt. Es zeigt das Vertrauen der Überlebenden des Vernichtungslagers in das Deutschland der Gegenwart. Es ist ein Zeichen dafür, dass das IAK von Berlin aus besondere Wirkungsmöglichkeiten sieht, das Gedenken an das Lager und die Opfer zu bewahren«, erklärte Otto Schily. Mit Unterstützung der Bundesregierung wird die bislang in 52 Organisationen in 19 Staaten ausschließlich ehrenamtlich geleistete Arbeit eine professionelle Basis erhalten. Aus dem Etat des Innenministeriums stehen ab 2004 jährlich 150000 Euro zur Verfügung. Mit den 90000 Euro für das laufende Jahr ergibt sich bis 2007 eine Gesamtförderung von 690000 Euro. Die zwei Büroräume der beiden hauptamtlichen Mitarbeiter des IAK befinden sich in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in der Stauffenbergstraße. Schily sieht in der räumlichen Nähe eine symbolische Bedeutung. Schließlich seien Deutsche ebenfalls Gegner des NS-Regimes gewesen, wenn auch sehr wenige. IAK-Präsident Noach Flug sah gleichfalls einen Symbolcharakter darin, dass das Komitee nun in Räumen des ehemaligen Oberkommandos der Wehrmacht arbeite. Flug: »Seit Ende des zweiten Weltkrieges ist viel geschehen. Deutschland ist heute ein anderes, ein demokratisches Land. Die Verantwortlichkeit ist aber geblieben. Es ist wichtig, dass wir von Berlin aus unsere Arbeit fortsetzen. Auschwitz darf nie wieder passieren.« Hintergrund der Bemühungen des IAK um die Errichtung eines internationalen Koordinationsbüros ist der in absehbarer Zeit zu erwartende Tod aller Überlebenden des Vernichtungslagers. Die Erinnerung an die über 1,5 Millionen von den Nazis ermordeten Frauen, Kinder und Männer - vornehmlich Juden - soll nun durch nachfolgende G...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 332 Wörter (2369 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.