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»Geschenk des Himmels« am Waterberg

ND-Spendenaktion von SODI, INKOTA, Weltfriedensdienst

  • Von Klaus-Dieter Peters
  • Lesedauer: 2 Min.
In Namibia baut der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) in Otjiwarongo nahe dem Waterberg, wo deutsche Kolonialtruppen vor 100 Jahren den Hereroaufstand niederschlugen, Lehmziegelhäuser für Bewohner eines Slums. Der Leiter der Stadtverwaltung von Otjiwarongo, Paulus Haipare, ist bei dem Projekt mit von der Partie.
Wie überall in Namibia ist auch in Otjiwarongo die Wohnungsnot das zentrale Problem, berichtete Paulus Haipare unlängst auf der SODI-Jahresversammlung in Berlin. Sie gehöre zu den größten Herausforderungen für seine Stadtverwaltung. Durch ihre zentrale Lage wurde die Stadt Zufluchtsort vieler entlassener Farmarbeiter und ihrer Familien, aber auch von Zuwanderern aus anderen Teilen des Landes. Diese Menschen lassen sich in den Squattercamps, in den Armensiedlungen am Rande der Stadt, in Wellblechhütten ohne Wasser, Kanalisation und Strom nieder. Bezeichnend für die dramatische »Housing«-Situation sei - so Paulus Haipare - die Tatsache, dass die Squattercamps heute bereits weit mehr Einwohner zählen als die Stadt Otjiwarongo selbst. »Für die Stadtverwaltung und für die Bewohner der Armensiedlung ist es deshalb ein Geschenk des Himmels gewesen, dass die Nichtregierungsorganisation Namibian Clay House Project in SODI einen Partner fand, der uns bei der Überwindung der Wohnungsnot solidarisch unterstützt.« Die Spenden verwendet SODI vor allem für die Finanzierung der Lehmhausbauten. Die Stadtverwaltung von Otjiwarongo fördert das ökologische Lehmhausbauprojekt durch die Bereitstellung von 300 Quadratmeter Boden je Baugrundstück sowie mit zinsgünstigen Krediten. 2002 wurden bereits 14 Häuser neu gebaut, elf rekonstruiert. Dazu kamen zwei neue Kindergärten. Damit habe man zeitweise Arbeitsplätze für 80 Einwohner und Ausbildungsplätze für 20 Lehrlinge geschaffen. In diesem Jahr kommen weitere 60 Häuser und ein Kindergarten dazu. Welche Resonanz das Projekt gefunden habe, zeigt sich laut Haipare auch darin, dass sich bereits über 300 weitere Haus-Interessenten in die »Warteliste« eingetragen hätten. Die neue ND-Spendenaktion mit SODI, INKOTA-netzwerk und Weltfriedensdienst - außer in Namibia werden Projekte in Palästina und Guatemala unterstützt - ist in vollem Gange. Alle drei Projekte auf drei Kontinenten laufen bereits erfolgreich, bedürfen aber weiterer finanzieller Unterstützung für ihre Vollendung bzw. Erweiterung. In der ersten Woche der Spendenaktion gingen bereits 3645 Euro ein. Spenden bitte auf das gemeinsame Konto: SODI e.V., Konto 99 000 9220 bei der Berliner Sparkasse, BLZ 100 500 00, Kennwort »Drei Kontinente«. Anfragen und Äußerungen zur Aktion können an ND oder die drei Organisationen gerichtet werden. E-Mail-Kontakt über: 3kontinente@inkota.de. Wer es wünscht, erhält nach Abschluss der Aktion eine Spendenbescheinigung.

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