Erholung hoch zu Ross oder beim Angeln

Ehemaliges Stasi-Objekt in Alt Madlitz wird bis 2006 zu einer großzügigen Ferienanlage für Naturfreunde

  • Von Heidi Diehl
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Völlig unspektakulär öffnete vor einigen Monaten das Hotel »Fischerhaus« in Alt Madlitz. Das allein war es nicht, was mich neugierig machte. Vielmehr die Tatsache, dass das Hotel nur ein winzig kleiner Bestandteil einer riesigen naturnahen Ferien-, Freizeit- und Veranstaltungsanlage sein wird. Selbst diejenigen in Brandenburg, die sich um die Vermarktung der touristischen Angebote kümmern, zuckten ziemlich ratlos mit den Schultern. Dass es in Alt Madlitz - etwa in der Mitte zwischen Fürstenwalde und Frankfurt (Oder) gelegen - ein wieder sehr schön renoviertes Schloss mit dem dazugehörenden Landschaftspark gibt, wusste man, den Rest galt es zu erkunden. Vor Ort erklärte der Architekt Walter Brune sein Projekt. 1996 hatte er für die Rekonstruktion des ziemlich verfallenen Schlosses derer von Finckenstein verantwortlich gezeichnet. Das Schloss, das heute wieder von den Alteigentümern genutzt wird, grenzt an ein riesiges Gelände, das über Jahrzehnte von der Staatssicherheit als Ferien- und Ausbildungsobjekt genutzt wurde. Darauf standen auch drei historische, aber völlig verfallene Gebäude, die früher zum Schloss gehörten - ein Fischereihaus, eine Mühle und eine Försterei. Die Treuhand wollte die Gebäude verkaufen. Zwei Interessenten gab es, doch die Vorstellung, dass wahlweise Scientology oder eine Wehrsportgruppe hier neue Eigentümer werden könnten, ließ die Bewohner der Region und auch Brune die Haare zu Berge stehen. Kurzerhand gründete er die Alt Madlitzer Mühle GmbH und erwarb die Häuser samt Land und der umliegenden Seen mit dem Ziel, hier eine naturnahe Ferien-, Freizeit-, Konferenz- und Veranstaltungsanlage entstehen zu lassen. Zunächst wurde das Fischerhaus behutsam saniert und zu einem schmucken kleinen Hotel umgebaut. Das im 17. Jahrhundert aus einer einfachen Fischerhütte im klassizistischen Stil erbaute Gebäude bietet heute 16 Komfortzimmer, Restaurant, Bar und eine schöne Terrasse mit Blick auf den Madlitzer See. Ein Stückchen entfernt davon wurden bereits ein Reitplatz und eine Reithalle fertig gestellt. Wer will, kann auch sein eigenes Pferd mitbringen, 30 Ställe sind vorhanden. Bis 2006, so Brune, soll die gesamte Anlage mit Ferienhäusern, Tennisplätzen, großzügigem Wellnessbereich, Schwimmbad, einer eigenen Kapelle, wo man auch heiraten kann, und Kinderspielplätzen fertig gestellt sein. Ausgebaut wird die Klosterscheune, die im 14. Jahrhundert von den Mönchen erbaut wurde, die hier einst die Alt Madlitzer Mühle betrieben. In dem historischen Gebäude entstehen Veranstaltungsräume. Auch landwirtschaftliche Produkte aus der Region sollen hier den Gästen der Anlage angeboten werden. Neben den gastronomischen Angeboten im Hotel wird es weitere kulinarische Einrichtungen in der historischen Alt Madlitzer Klostermühle geben, wo im kommenden Jahr ein Ausflugslokal entsteht. Die Ferienanlage ist für Leute gedacht, die sich in der Ruhe und Abgeschiedenheit inmitten schönster Natur erholen wollen. Es gibt Fahrräder und Boote zum Ausleihen. Angler finden speziell für sie errichtete Stege am See vor. Wer will, kann sich den Fang auch gleich in der Hotelküche zubereiten lassen. Rund sechs Millionen Euro hat Brune bislang privat in das Projekt investiert und für die Errichtung der Anlage 25 Handwerker und Bauarbeiter aus den umliegenden Ortschaften fest eingestellt. Etwa 30 Arbeitsplätze werden in dem Objekt in den kommenden zwei Jahren entstehen. Übrigens: Wer neugierig geworden ist und sich selbst ein Bild von der Idylle und den Bauvorhaben rund um den Alt Madlitzer See machen will, dem sei das Angebot der TMB Tourismus Marketing Brandenburg GmbH »Winterliches Brandenburg« empfohlen, an dem sich auch das Hotel »Fischerhaus« beteiligt. 55 Euro zahlen zwei Personen pro Nacht im Doppelzimmer mit Frühstück - hier, wie in 60 anderen Hotels zwisc...

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