Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Dieser Text ist Teil des nd-Archivs seit 1946.

Um die Inhalte, die in den Jahrgängen bis 2001 als gedrucktes Papier vorliegen, in eine digitalisierte Fassung zu übertragen, wurde eine automatische Text- und Layouterkennung eingesetzt. Je älter das Original, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass der automatische Erkennvorgang bei einzelnen Wörtern oder Absätzen auf Probleme stößt.

Es kann also vereinzelt vorkommen, dass Texte fehlerhaft sind.

  • Politik
  • Miroslav Davidowski bekennt seine Liebe zu Mostar

Brücke zum Paradies

  • Von Christian Scholz
  • Lesedauer: 2 Min.

Most heißt Brücke, wie kann diese Stadt auseinanderfallen? Mit einer Frage beginnt Miroslav Davidowskis Gedichtsammlung Mostar - eine Liebe. Und die Frage bleibt, wenn alle Gedichte des Bändchens gelesen sind. Kann ein Symbol, wie die alte Brücke Stari Most in Mostar so stark sein, daß eine geteilte Stadt wieder zur Einheit findet?

Es sind Liebesgedichte an seine Stadt, mit denen Davidowski, der seit zwei Jahren in Bayern als geduldeter Flüchtling lebt, Worte sucht für den Ort seiner Jugend, den es so nicht mehr gibt. Und er ringt nach Worten, diesen Verlust zu beschreiben. »Wie kann ich wachsen damit ich lerne dich zu vergessen wie nur wie.« Davidowski will nicht vergessen. Mit 27 Jahren ist er ein Kind Mostars, einer der multikulturellen Städte des ehemaligen Jugoslawiens. »Dann kamen sie und sagten uns, Brüder und Freunde müßten

denselben Glauben haben!« Davidowski beschreibt, was für ihn nun zum Paradies wurde. Und der Weg ins Paradies ist seit alters her die Brücke, die nur überqueren kann, wer ohne Schuld ist, andernfalls stürzt er in den Abgrund. »Die Uniform nahm uns das Gesicht/ so hat uns niemand gesehen/ so hat uns niemand erkannt/ wir waren Soldaten/ und taten unsere Pflicht/ aber die Stimme in uns/ fragt.«

Ein deutscher Berichterstatter traf Davidowski an, als er schwer verwundet war, und erreichte seine Ausreise nach Deutschland. Die Fragen Davidowskis werden bleiben - und seine Hoffnung. »Eines Tages, wenn nur noch die Ruinen erzählen, wird unsere Phantasie dich wieder zum Leben erwecken!«

Dramatische Arbeiten von Michail Bulgakow- In der Reihe Gesammelter Werke bei Volk & Welt erschienen »Don Quijote«, ein Band Stücke und »Peter der Große«, Filmszenarien und Libretti, (zus. 588 S., Leinen, 82 DM).

Literatur aus Bolivien: Der Sammelband »Die Heimstatt des Tio«, herausgegeben von Manuel Vargas im Rotpunktverlag, präsentiert 44 Geschichten (351 S., geb., 36 DM.

Ein Stück besten Kabaretts: »Ab jetzt geb' ich nichts mehr zu. Nachrichten aus der neuen Ostprovinz«, autobiographische Geschichten von Peter Ensikat (Knaur, 410 S., brosch., 12,90 DM).

Neunzehn schöne, spannende, böse, vergnügte, nachdenkliche Stories von berühmten Autoren: im »Urlaubslesebuch« aus dem Deutschen Taschenbuch Verlag (384 S., brosch., 12 DM).

Weltstadt des Verbrechens: Berlin in den Goldenen Zwanzigern ist der Schauplatz des Krimis »Polnisches Gold« von Gerhard Neumann (Das Neue Berlin, 191 S., brosch., 9,80 DM).

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln