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Land im Umbruch

Max Penson, Zeitgenosse des russischen Avantgardisten Alexander Rodtschenko und Freund von Sergej Eisenstein, war in den 20er und 30er Jahren als Fotoreporter in Usbekistan. Seine Bilder, eindrucksvolle Momentaufnahmen, dokumentieren den Umbruch in einem Land, das bis 1917 in orientalischer Märchenwelt versunken schien und erst mit der Oktoberrevolution »geweckt« wurde. Er schaute mit seiner Kamera vor allem in die Gesichter der Menschen, deren Leben sich mit dem Kampf gegen Analphabetismus, mit der Kollektvierung und Industrialisierung gravierend änderte. Die Schweizer Kunsthistorikerin Erika Billeter stellt die eindrucksvollen, einmaligen Fotografien Pensons vor (Usbekistan. Dokumentarfotografie 1925-1945 von Max Penson. Benteli Verlag, Bern 1996, deutsch/englisch). In ihrem Vorwort gibt sie Einblick in die Entwicklung der sowjetischen Fotografie und informiert darüber, daß Penson Ende der 40er Jahre unter Stalins Antisemitismus als Russe jüdischer Herkunft litt, arbeitslos wurde und in Depressionen fiel, von denen er sich bis zum Tod 1959 nicht mehr erholte.

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