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  • Apropos Staudte-Premiere: Die seltsamen Abenteuer des Fridolin ß. bei der DEFA

Glücklose Metamorphose

  • Von Horst Knietzsch
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der dritte Film des Regisseurs Wolfgang Staudte, die satirische Groteske »Der Mann, dem man den Namen stahl« (nach »Akrobat schö-ö-ön« /1943/ und »Ich hab von dir geträumt« /1944/ entstanden), wurde von der Filmprüfstelle des »Ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda« im Januar 1945 verboten. Staudte bestätigte mir das in Gesprächen, die ich in den fünfziger Jahren mit ihm führte. Unterlagen darüber, was die faschistische Zensur dazu bewogen hat, sind nach bisherigen Erkenntnissen nicht vorhanden.

Offensichtlich wurde Staudtes Satire auf deutsche Bürokraten in der sich immer deutlicher abzeichnenden Endzeit des faschistischen Systems nicht als »staatserhaltend« angesehen. Die Einberufung des Regisseurs zur Wehrmacht war angeordnet. Staudte hatte in diesen Tagen nicht die Absicht, durch forcierte Nachfragen nach seinem Film aufzufallen

und seine Einstufung als »unabkömmlich« (u.k. - das bedeutete, nicht in den Krieg geschickt zu ...


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