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Maß haltendes Reförmchen

In Wien wird die neue deutsche Rechtschreibung abgesegnet Ein Vorgeschmack auf die reformierte Orthografie

Von Hendrik Lasch

Glaubt man den Gräuelmärchen besorgter Sprachhüter, so wird ab dem I.Juli nichts mehr beim Alten sein in der deutschen Sprache. Die dann unterzeichnete Wiener Erklärung besiegelt nach 20jähriger Arbeit die substanziellste Orthografiereform seit 1901.

Um Großbuchstaben und Kommata ringend hatten Sprachwissenschaftler in aufwändiger Kleinarbeit versucht den Duden'schen Regelkodex in Bezug auf seine Übersichtlichkeit zu durchforsten. Radikale Vorschläge blieben aber außen vor: Statt der revolutionären, Angst machenden gemäßigten Kleinschreibung der Substantive bewirkt nun deren modifizierte Großschreibung einige moderate Vereinfachungen. Wie schon vor 100 Jahren, als nach Bismareks Intervention Konrad Dudens Wörterbuch als kleinster gemeinsamer Nenner abgesegnet und in den deutschen Landen durchgesetzt wurde, handelt es sich auch diesmal um eine typisch deut-

sehe Reform, die im Großen und Ganzen alles beim Alten belässt...


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