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Ohne Skrupel

  • Von Wolfgang Richter
  • Lesedauer: 2 Min.

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Wer die Zeitung als Personalschreiben benutzt, hat entweder feein Papier oder keinen Stil. Peter Krick, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union, hat nicht nur keinen Stil, sondern auch keinen Durchblick. Über die Zeitung schickte er sozusagen Trainerkündigungen aus München nach Berlin. Was Romy und Rolf Österreich sowie Knut Schubert da zu lesen bekamen, hat sich nun in konkreten Gesprächen erhärtet. Der 30. Juni ist für sie als Bundeshonorartrainer der letzte.

Folge von Sparmaßnahmen, könnte man vermuten, und angesichts allgemeiner heftiger Zwänge Verständnis aufbringen. Doch das sei nicht der Grund, ist zu erfahren. Man hatte sich wohl in der Zentrale von ihrem Wirken einen Raketenstart im Nachwuchsbereich versprochen, der-so die Herren in München - ausblieb. Immerhin brachten die Österreichs, vor 20 Jahren Olympiazweite, drei Aktive zur letzten Junioren-WM, so viel wie kein anderer deutscher Verein. Und Knut Schubert führte das Nachwuchspaar Kati Winkler/Rene Lohse zum DM-Titel im Eistanz und als bestes deutsches Duo auf den neunten EM-Rang. Seinen talentierten DM-Zweiten, Tanja Kühlfluck/Ralph Seidel, wurde der EM-Start in einer Weise verwehrt, für die die Vokabel stillos geschmeichelt ist.

Der Verdacht drängt sich auf, daß Buhmänner für die insgesamt miese Bilanz der DEU gesucht und in den einstigen SC Dynamo Berlin-Läufern gefunden wurden. Ihr Sturz wird noch schmerzlicher, da für sie der Ukrainer Walentin Nikolajew als Cheftrainer eingekauft wurde, der als Zugabe gleich noch Europameister Zagorodnjuk und zwei weitere Sportler mitbringt. Dieses Personalgeschäft wurde allerdings nicht übers Zeitungspapier, sondern mit Wertpapier eingeleitet. Weshalb man der DEU-Führung einen schlechten Stil, aber keineswegs Skrupel vorwerfen kann.

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