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Große Straße weiter ohne Tram

Strausbergs Stadtverordnete gingen aus Geldmangel einen wahrscheinlich teuren Kompromiß ein Von Hans-Jürgen Neßnau

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Die Trassenverlängerung der Strausberger Straßenbahn und die Sanierung der Innenstadt bleiben auch weiterhin ein Dauerbrenner. Die Altstadt soll sich zu einer Bummelmeile mausern. Wenn nur nicht die leidige Finanzfrage wäre, die zudem eng mit dem Schicksal der Stra-ßenbahn verknüpft ist. Schon im Juni 1993 sprachen sich die

Stadtverordneten für eine Verkehrsentwicklungskonzeption aus, die eine Verlängerung der jetzigen Straßenbahntrasse wieder durch die Große Straße vorsah. Geplant war, beim Sanieren der Magistrale neben den Wasserleitungen auch die Straßendecke zu erneuern und dabei gleichzeitig ein neues Gleissystem zu verlegen.

Auf einer Sondersitzung der Stadtverordneten vor wenigen Tagen entschieden sich die Abgeordneten für den Sanie-

rungsbeginn der Großen Straße am 26. August, damit die von Potsdam genehmigten 750 000 DM Fördermittel für den Straßenbau nicht verfallen. Für die Verlängerung der Straßenbahntrasse reichen sie allerdings nicht, deshalb wurde das Projekt vorerst auf Eis gelegt.

Bis 1970 fuhr die Tram schon einmal durch die Große Straße, dann wurde der Verkehr »aus Sicherheitsgründen«, wie es damals hieß, eingestellt. Die alten Gleise liegen bis heute in der Straße.

Ganz aus dem Rennen ist die Straßenbahn aber noch nicht. Für mögliche Landesfördermittel fordert das Landesamt für Verkehr und Straßenbau innerhalb eines Jahres ein Planfeststellungsverfahren. Die Stadtverordneten wollen die Straßenbahn dabei unterstützen.

Sollte dann das Geld fließen, wird die gerade sanierte Große Straße kurzerhand wieder aufgerissen, um die Gleise verlegen zu können.

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