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Ein Herz für Paras

Es hört sich an wie eine gute Nachricht: Die ultrarechten Paramilitärs der Vereinigten Selbstverteidigungsgruppen Kolumbiens (AUC) haben mit ihrer Demobilisierung begonnen. Doch der Schein trügt. Von einer Befriedung ist das Land nach wie vor weit entfernt. Die Demobilisierung hat einen mehr als faden Beigeschmack. Schon seit seinem Amtsantritt zeigt der rechtskonservative Präsident Álvaro Uribe Vélez sein großes Herz für die Paramilitärs. Zwei Sonderzonen, in denen sie Immunität genießen, hat er den Gruppen bereits bewilligt und sie gar als politischen Akteur anerkannt. Ein Tabubruch, den keiner seiner Amtsvorgänger je gewagt hatte. Und der Preis für die teilweise Demobilisierung ist hoch: Straffreiheit für grausame Gewaltverbrechen, die oft genug mit der Komplizenschaft staatlicher Akteure oder in Zusammenarbeit mit dem Militär durchgeführt wurden. Nicht umsonst fordern die Paramilitärs nun offiziell ihre Integration in die Armee - in nicht kämpfende Einheiten. Dass die Paramilitärs im Zuge ihrer »Resozialisierung« auch den Besitz von Ländereien legalisieren können, die sie sich zuvor durch Massaker und Vertreibungen angeeignet haben, rundet die schlechten Nachrichten ab. Frieden ist mit Straffreiheit nicht zu haben.

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