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»Einheit« als Wechselgeld

  • Von Claus Dümde
  • Lesedauer: ca. 1.0 Min.
Hans Eichel verdient Dank: Sein Vorstoß, den 3. Oktober als Feiertag zu streichen, offenbart nicht nur, wie hilflos der Studienrat a.D. versucht, den Bundeshaushalt wenigstens auf dem Papier auszugleichen. Die Absicht, den »Tag der Deutschen Einheit« der Hoffnung auf 0,1 Prozent mehr Wirtschaftswachstum und ein klein wenig höheren Steuereinnahmen zu opfern, zeigt, wo diese Bundesregierung, SPD und Grüne, mit ihrem Latein sind: am Ende. Um ihren Bankrott hinauszuzögern, geben sie sogar den einzigen »Nationalfeiertag« preis. Unverhofft wird so sichtbar, was Sprüche über eine »Einheit« wert sind, der vor 15 Jahren die Mehrheit des Volkes der DDR den Weg bereitet hat, und - ungewollt - auch ein SED-Politbüro am Ende seines Lateins. Die Abschaffung des Feiertags werde »selbstverständlich der Wirtschaft nutzen«, gibt Wirtschaftsminister Clement treuherzig zu. Deshalb wird der Schritt ja durch deren Verbände begrüßt. Da mag ihn CDU-Chefin Merkel noch so aufgeregt »geschichtsvergessen« und »beschämend« nennen. Die Abschaffung des »Einheits«-Feiertages ist konsequent. Als im Osten Betriebe platt gemacht, Millionen entlassen und zu Frührentnern gemacht, alles was an DDR erinnerte, auch aus den Läden verdrängt wurde, hat sich das für den Westen gerechnet. Für Aktionäre von Banken, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, auch für viele Beschäftigte. Nun, wo kaum noch was zu h...

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