Schwankender Thron

  • Von Olaf Standke
  • Lesedauer: ca. 1.0 Min.
Die Ruhe der letzten Monate war trügerisch. Mindestens zwölf Menschen starben gestern, als bewaffnete Terroristen das schwer bewachte USA-Konsulat in der saudiarabischen Hafenstadt Dschidda angriffen. Damit hat die islamistische Terrorwelle seit Mai vergangenen Jahres schon weit über 100 Todesopfer gefordert. Die Anschläge richten sich zwar vorwiegend gegen Ausländer, gefährden zunehmend aber auch die Herrschaft des Königshauses. Denn die Extremisten, die zum »Heiligen Krieg« gegen die Ungläubigen aufrufen, erschüttern seine wirtschaftlichen Fundamente, sitzen doch nicht wenige westliche Experten an den Schalthebeln der saudischen Ölindustrie. Gehen sie, würden sich die ohnehin wachsenden wirtschaftlichen Probleme dramatisch verschärfen. Arbeitslosigkeit und Armut haben schon jetzt zu erheblicher Unzufriedenheit auch bei vielen geführt, die keine religiös verblendeten Extremisten sind. Deren Bekämpfung fällt der autoritär regierenden Königsfamilie so schwer, weil der Graben zwischen der Al-Qaida-Ideologie und der offiziellen Staatsdoktrin des reaktionären Wahabismus so groß nicht ist. Ohne Demokratisierung der absoluten Monarchie, ohne Toleranz gegenüber Angehörigen anderer Religionen, anderen Werten, ohne Reformen und Wandel im Wüstenstaat könnte so aus der »fehlgeleiteten Minderheit«, so die offizielle Umschreibung für einheimisc...

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