Fragezeichen über Klinikteil an der Danziger

Vivantes-Hauptstandort in Prenzlauer Berg bleibt / Nach Gehaltsverzicht erstmals Überschuss erwartet

  • Von Wolfgang Rex
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.
Das Vivantes-Haus in der Danziger Straße in Prenzlauer Berg will die Leitung »so schnell wie möglich frei bekommen«. Es stehe aber noch kein Zeitpunkt dafür fest, teilte am Montag Wolfgang Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung, mit. Der Hauptstandort an der Fröbelstraße werde als »anerkanntes Kiezkrankenhaus« weiterarbeiten. Vivantes gebe zu viel Geld für viel zu große Infrastruktur aus, erklärte Schäfer. Das betreffe auch das Auguste-Viktoria-Krankenhaus in Steglitz oder das Klinikum in Spandau, wo im nächsten Jahr tausende Quadratmeter leer stehen würden. Vor allem wegen des Gehaltsverzichts der Mitarbeiter erwartet Vivantes in diesem Jahr einen Überschuss von 1,6 Millionen Euro. Der Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld senkte die Personalausgaben nach Angaben der Klinikleitung um 32 Millionen Euro. Um weitere 4,4 Millionen sanken die Personalausgaben wegen der verringerten Beschäftigtenzahl. Die Klinikleitung bestätigte ND-Informationen, dass in Neukölln ein zentrales Labor für die gesamte Vivantes GmbH eingerichtet wird. Die Mitarbeiterzahl in anderen Klinikteilen werde auf »Präsenzlabors« reduziert. Von insgesamt 300 Labormitarbeitern beschäftige Vivantes nach der Neuorganisation im medizinischen Bereich noch 160, hieß es gestern. Rund 80 der 140 nicht mehr in den Laboren benötigten Mitarbeiter könnten als Dokumentationsassistenten weitergebildet und dann innerhalb der Krankenhäuser eingesetzt werden. Für die übrigen Mitarbeiter sollen Angebote »von außen« genutzt oder es soll über Abfindungen verhandelt werden. Wie mit dem Betriebsrat vereinbart, werde es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Im nächsten Jahr baut die Vivantes GmbH erneut 370 Stellen ab. Bis 2008 trifft es insgesamt 1200 Vollzeitkräfte oder Teilzeitstellen, die auf Vollzeit umgerechnet werden. Bei der Gründung der GmbH begann Vivantes mit umgerechnet 13499 Vollzeitkräften. Derzeit beschäftigt der Klinikkomplex noch 9910. In diese Zahl wurden Teilzeitarbeiter und Schüler eingerechnet. Erneut sprach Wolfgang Schäfer davon, dass »der medizinische Dienst in den Krankenhäusern von Vivantes personell derzeit noch überbesetzt ist, um wirtschaftlich erfolgreich agieren zu können«. Der so genannte Basisfallwert bei der Patientenbehandlung beträgt bei 140 bundesdeutschen Krankenhausern rund 2800 Euro, bei Vivantes liege er bei 3200 Euro. Bis 2008 will Vivantes den Bundesdurchschnitt erreichen. Der Chef der Geschäftsführung anerkannte zwar den moralischen Zwiespalt von Mitarbeitern, die nach humanen Wertvorstellungen ausgebildet wurden. Sie würden sich fragen, ob ärztliche Behandlung unter ökonomischen Verhältnissen noch gute Medizin bleibe. Die Vorgaben würden jedoch für alle bundesdeutschen Krankenhäuser gelten. In einem Brief, der auch die Presse erreichte, hatten Ärzte aus dem Klinikum Neukölln die nach ihrer Ansicht wegen des Personalma...

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