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Meine Begegnung mit Alfred Kerr

Zu »Wiederentdeckt. Alfred Kerrs >Briefe aus der ReichshauptstadU ...« von Christel Berger (ND vom 26. 2.J:

Dieser Beitrag war für mich sehr interessant, besonders der Schluß, daß Alfred Kerr auch ein Anfeurer deutscher Soldaten im Ersten Weltkrieg war Ich bin Jahrgang 1925

und erwarb mir mein Grundwissen in der achtklassigen Volksschule in Piesteritz. In der vorletzten Klasse bekamen wir die Aufgabe, ein ungemein anfeuerndes Kriegsgedicht von Alfred Kerr zu lernen. Es war schwierig, sich diesen protzigen, hölzernen Text einzuprägen, und prompt hagelte es beim Versuch, das Gedicht vorzutragen, nur so Fünfen als Benotung. Ich hatte es erst gar nicht gelernt und sagte als Ausrede, wobei ich meinen ganzen Mut zusammennehmen mußte, daß Alfred Kerr doch eine Jude sei und da müssen wir doch nicht ... Der stramme Lehrer, Herr Walter, schnappte nach Luft. Tage zuvor hatten wir gerade bei ihm über die »verabscheuungswürdigen Juden und Vaterlandsverräter« hören müssen, unter ihnen Walter Rathenau und Alfred Kerr Wie peinlich nun für ihn. Meine Schulfreundinnen waren mir sicher dankbar, denn alle Fünfen wurden gestrichen.

Marianne Lorbeer 10243 Berlin

Der katholische Bischof Muskens

aus dem niederländischen Bistum Breda, nachdem er aus Solidarität einen Tag lang als Obdachloser durch Amsterdam gezogen war.

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