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Un-artig

A rbeitslose haben massivere Gesundi\heitsprobleme und zeigen ein riskanteres Gesundheitsverhalten als Erwerbstätige. Arbeitslose rauchen mehr, ernähren sich schlechter und halten sich bei sportlichen Aktivitäten zurück. Nach Angaben von Thomas Kieselbach, Professor für Gesundheitspsychologie an der Universität Hannover, nehmen sie doppelt so viele ärztliche Dienstleistungen in Anspruch und beteiligen sich weniger an Vorsorgeuntersuchungen. Den Betroffenen bleibe nur ein »schmaler Verhaltenskorridor« in der Gesellschaft. Schlechte Bewältiger würden als inkompetent betrachtet, gute Bewältiger als »Sozialschmarotzer« etikettiert.

Ein Spaziergänger entdeckte in der Altmark auf einer nicht bewirtschafteten Wiesenfläche eine Cannabiskultur Die zuständige Polizeidirektion teilte mit, es seien insgesamt sieben Pflänzchen an verschiedenen unwegsamen Stellen gesetzt worden. Die Kripo sucht Zeugen, die in dem Wiesengebiet einen Pkw beobachtet haben. Die Pflanzen wurden beschlagnahmt. Was mit ihnen geschieht, entscheidet der Staatsanwalt.

Jeder dritte Brite hält Behinderte für »weniger intelligent« als Nichtbehinderte. So das Ergebnis einer Umfrage. Von 1000 Befragten gab mehr als die Hälfte an, keinen regelmäßigen Kontakt zu behinderten Menschen zu haben. Jeder Fünfte erklärte, er sei in ihrer Gegenwart verlegen oder gehemmt. 20 Prozent der Befragten vertraten die Auffassung, Behinderte sollten sich über ihr Los nicht beklagen, weil sie doch »gleichberechtigt« seien. Mehrere Behinderte gaben an, sie seien Zielscheibe von Beleidigungen, insbesondere durch junge Menschen geworden.

Deutschlandweit ging der Absatz von Schulmilch stark zurück. In Mecklenburg/Vorpommern, wo es zu DDR-Zeiten eine fast flächendeckende Schulmilchversorgung gab, wurden noch 1992/93 rund 5,3 Millionen Kilogramm Milch verbilligt an die Schulen geliefert, 1996/1997 waren es nur noch knapp 2,8 Millionen Kilogramm. Experten führen das auf gesenkte EU-Beihilfesätze für Schulmilch und den eingeschränkten Kreis berechtigter Personen für beihilfefähige Schulmilchgetränke zurück.

Frauen haben lieber einen Mann als Chef. Entscheidungsfreude und Fairness auch bei Streß trauen sie eher männlichen Vorgesetzten als ihren Geschlechtsgenossinnen zu. Gute Karten haben weibliche Chefs dagegen in punkto Motivation der Mitarbeiter - sie schaffen eine kreative Atmosphäre und haben eher als Männer den Mut, Fehler zuzugeben.

Hauptstreitpunkt in deutschen Beziehungen ist die Unpünktlichkeit - ein Drittel aller 20- bis 35jährigen Paare geraten sich darüber in die Haare. An zweiter Stelle stehen nicht erfüllte Sexwünsche (23 Prozent). Die typischen Problem-Faktoren wie Geldangelegenheiten und die liebe Verwandschaft rangieren nur an siebter und achter Stelle.

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