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  • Politik
  • IG-Metall gegen Lohnzurückhaltung

Mutig

  • Von Mechthild Hahne
  • Lesedauer: 1 Min.

Lohnzurückhaltung nach Steuerentlastung kleiner und mittlerer Einkommen - DGB-Chef Schulte macht »Männchen«

vor dem Zustandekommen eines rot-grünen Koalitionsvertrages, der ein »Bündnis für Arbeit« beinhalten soll. Verständlich der Unmut bei der IG-Metall, die 6,5 Prozent mehr Lohn in Baden-Württemberg fordern will. Stehen die Gewerkschaften doch vor der Frage, ob die Arbeitgeber- und Industrieverbände den Verteilungskampf um Gewinne und Löhnefür eine weitere Legislaturperiode für sich entscheiden und ob der Tarifpartner weiterhin den Politikern die Bedingungen für deren Handeln diktieren kann.

Trotz neuer Mehrheitsverhältnisse erfordert diese Auseinandersetzung den Mut, die Definitionsmacht über eine gerechte Verteilung zurückzuerkämpfen. Ihn zeigt der Bezirksleiter der IG-Metall von Baden-Württemberg, Gerhard Zambelli, wenn er Schuttes Lavieren mit dem Argument ablehnt, die Arbeitnehmer hätten in der Vergangenheit auch höhere Steuern nicht durch höhere Tariflohnforderungen ausgeglichen. Nur wenn man Schuttes Argumentation umdreht, wird ein Schuh draus: Erst wenn Arbeitgeber und Industrievertreter ihre Versprechen für mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze einlösen, ist gleiche Augenhöhe erreicht, sind die Bedingungen für ein echtes Bündnis für Arbeit gegeben.

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