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Kritik an reichen Staaten

Washington (Reuters/dpa/ND). Nach Tagen allgemeiner Appelle bei der Jahreskonferenz von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank haben mehrere Schwellenländer erstmals deutliche Kritik an den reichen Staaten geübt. Indiens Finanzminister Yashwant Sinha sagte in Washington, nicht nur die Schwellen-, auch die Industrieländer müßten ihren Teil zur Bewältigung der aktuellen Finanzkrise beitragen. Sein russischer Amtskollege Michail Sadornow kritisierte, die IWF-Tagung habe keinerlei Aufschlüsse darüber gebracht, wie solche Krisen verhindert werden könnten. Er warf dem Westen vor, viele ärmere Länder ohne Auffangnetz in die Marktwirtschaft geschickt zu haben.

IWF-Chef Michel Camdessus erklärte, es sei jetzt jedem klar, daß globale Krisen möglich seien. Die Weltgemeinschaft kämpfe dabei einen Zwei-Fronten-Krieg: Zum einen müßten sich alle Staaten durch eine angemessene Politik täglich darum bemühen, eine weitere Ausbreitung der gegenwärtigen Krise zu verhindern. Gleichzeitig müßten Schritte zu einer Stärkung der Weitfinanzarchitektur unternommen werden. Diese Schritte müßten rasch kommen, zugleich aber auch gut überlegt werden.

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