• Politik
  • Literatur-Nobelpreis für Jose Saramago

Ein radikaler Pessimist

  • Von Lutz Getzschmann
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Tumultuarischer Jubel am Gemeinschaftsstand der Portugiesen auf der Frankfurter Buchmesse: Der diesjährige Literaturnobelpreis geht an den portugiesischen Schriftsteller Jose Saramago, der zu den bekanntesten und meistübersetzten Autoren der portugiesischen Gegenwartsliteratur gezählt wird. Er hatte von der Auszeichnung unmittelbar nach einem Besuch der Frankfurter Buchmesse auf dem Flughafen kurz vor der Rückreise erfahren: Sein portugiesischer Verleger hatte ihn von dort zurückgeholt.

Saramago wurde am 16. November 1922 in Azinhaga in der Provinz Ribatejo als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Er mußte aus finanziellen Gründen die Schule abbrechen, arbeitete in Lissabon zunächst als Schlosser und übte dann verschiedene Tätigkeiten aus. Unter anderem war er Zeichner, Angestellter im Gesundheitswesen und in der Sozialversicherung, Lektor, Übersetzer und Journalist. Sein erstes Buch »Terro do pecudo«

erschien 1947, danach pausierte er 19...


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