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Eine "geistig-moralische Wende" von links

  • Von Sebastian Reinfeldt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Linkspartei wird nicht automatisch von der Steinbrück-Nominierung profitieren. Auf dem Weg zu einer nicht-neoliberalen Hegemonie sind nicht die Kandidaten der anderen entscheidend - sondern erfolgreiche Blockbildung, die über die Grenzen von Parteien hinausreicht

Nützt oder schadet die Kandidatur von Peer Steinbrück der Linken? Die Antwort auf diese Frage beinhaltet eine Einschätzung des Wahlkampfs der Linken, sie kann aber auch eine hegemonietheoretische Überlegung auslösen: Warum ist die politische Szenerie in Deutschland und in Europa fast durchgehend so alternativlos?

Unbestreitbar durchleben wir seit einigen Jahren eine Krise in Europa, und genauso unstreitig ist es eine Krise, die den Kapitalismus betrifft und die tiefer reicht als die normalen, strukturellen Krisen, die ihn ansonsten kennzeichnen. Doch gibt es – trotz der Proteste auf den Straßen und der Friktionen in den europäischen Staatsapparaten – keine Anzeichen dafür, dass diese Krise in einen grundlegenden Transformationsprozess oder gar in einen revolutionären Prozess münden würde. Und auch potentiell kapitalismuskritische Parteien wie etwa die deutsche Linke können von dieser Situation im Moment kaum profitieren. Im Gegenteil, ...


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