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Der »Kalte Tropfen« war fast vergessen

Eine Flut im spanischen Süden traf wieder einmal die Ärmsten

  • Von Louis Max Blank, Almeria
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Reichen die Sparbemühungen der Regierung in Madrid aus? Flüchtet Spanien unter den »Rettungsschirm«? Politik und Finanzwelt scheinen derzeit nur diese Fragen zu interessieren. Derweil traf den Süden des Landes eine andere folgenschwere Katastrophe.

Yarni und Anton Paget gehören zu denen, die ohnehin nicht viel besitzen. Das britische Künstlerpaar hatte sein fahrbares Atelier - einen alten Bus - in einem staubtrockenen Flussbett im andalusischen Hinterland geparkt. Das Unwetter kam über Nacht und heftig. Binnen Stunden verwandelte sich die staubige Landstraße in einen tiefen Fluss, der alles mit sich riss - auch den Bus. Jetzt sortiert das Paar sein Hab und Gut, das im Schlamm versunken ist. »Die Krise ist schon schlimm genug, nun kommen auch noch Naturkatastrophen dazu«, sagt die 43-jährige Malerin, die in der Stille der Berge von Almeria Ruhe und Muse finden wollte und nun gar nichts mehr besitzt.

Erst vor Wochen hatte ein Waldbrand die ohnehin kargen Berge kahl gefressen. Hubschrauber und Löschflugzeuge flogen nächtelang Einsätze. In diesem Sommer 2012 rückte die Feuerwehr in Andalusien so oft aus wie nie zuvor. 1000 Waldbrände mussten bekämpft werden, unter anderem, weil ...


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