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Wahrheit ist, woran man glaubt

Im Theater am Kurfürstendamm faucht, greint, kommandiert »Die Lokomotive«

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Vielleicht nicht die stärkste aller Boulevardkomödien, dennoch eine ganz aus dem französischen Esprit. Verfasst hat sie 1966 André Roussin, erst Schauspieler, dann renommierter Autor für Frankreichs Nachkriegstheater. Mindestens zwei Dutzend Stücke gehen auf das Konto des mit dem Prix Edmond Rostand und dem Prix Beaumarchais geehrten Mitglieds der Académie française, das auch auf deutschen Bühnen Erfolge feierte und 1987 an Krebs starb. Witzig ist die Konstellation schon, aus der zwei Stunden lang »Die Lokomotive« ihre Bonmots bezieht.

Im Großmuttersessel hustet sich Sonja durch den Tag und hängt mit Herrscherattitüde der Vergangenheit nach. Dass sie seit 40 Jahren geliebte Gattin des Buchhändlers Ernest ist, stillt nicht ihre Sehnsucht nach Kostja, der Jugendflamme, die sie während der Revolution in der Heimatstadt Baku im Dampf einer Lokomotive verlor. Erzählt sie jedenfalls der Familie und hat sich so mit einer tragfähigen Legen...


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