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Sinnvolles Leben? Utopie!

Leander Sukov: »Warten auf Ahab«

  • Von Michael Sollorz
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Man lebt in einer großen Stadt/und ist doch so allein«, sang Marlene Dietrich vor 80 Jahren, und bis heute ist es die Verheißung der Metropolen, der die Kinder zufliegen wie Motten dem Licht. »Nennt mich Marie«, beginnt der Bericht solch eines Neuanfangs anno 2009 in Berlin. Marie wird nächstes Jahr studieren, bis dahin findet sie einen Job als Kellnerin und zieht um die Häuser. »Ich bin einsam. Ich will nicht einsam sein, aber auch nicht mit irgendwem.«

Sehnsucht nach der ersten Liebe - und Furcht vor Bindung. »In dieser Nacht will ich umherstreifen, will mit der Nacht schlafen und dann vielleicht eine andere Haut spüren auf meiner, für eine kleine einnächtige Flucht, will eine Berührung ohne Wiederholungsgefahr.« Was sich so betulich entpuppt, wird wohl kein richtiges Luder. Obendrein steckt das arme Ding voller Skrupel: »Es kann doch nicht sein, dass ich bei jedem Menschen, der mir nahekommt, sofort daran denke, seine Haut zu spü...


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