Marc Amann 06.10.2012 / Kultur

Kreativ eingreifen

Der frische Wind neuer sozialer Protestbewegungen drückt sich vor allem in ihren Aktionsformen aus

Im September 2000 kommen in Prag AktivistInnen aus verschiedenen Ländern und Kontinenten im Convergence Centre und beim Arts-and-Resistance-Festival zusammen, tauschen sich aus, planen und basteln gemeinsam, inspirieren sich gegenseitig. Das Ergebnis ist einer der buntesten und erfolgreichsten Proteste, die es bis dahin im Rahmen der globalisierungskritischen Bewegung in Europa gegeben hat: Radical Cheerleaders aus den USA, Tute Bianche aus Italien mit weißen Overalls und selbstgebastelten Schutzausrüstungen, die Marching Band Infernal Noise Brigade aus Seattle, Samba-AktivistInnen aus Großbritannien, der erste Demonstrationszug in den Farben und mit der Taktik Pink & Silver, Verkleidungen, große Puppen und Figuren.

Gewaltlose Sitzblockaden, die in offenen Trainings mit Hunderten Teilnehmenden vorbereitet werden, prägen ebenso das Bild wie AktivistInnen, die sich in mehreren »schwarzen Blöcken« organisieren. Aus der gemeinsamen...

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