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Die NATO bleibt

Olaf Standke über den Krieg am Hindukusch

Aus ISAF soll ITAM werden. Am Mittwoch haben die Verteidigungsminister des Nordatlantik-Paktes ihre Militärs beauftragt, das Mandat für eine Internationale Ausbildungs-, Beratungs- und Unterstützungsmission in Afghanistan auszuarbeiten. Bis Ende 2014 sollen dort nach dann 13 Jahren Krieg die bisherigen NATO-geführten Kampftruppen abgezogen sein. »Unsere Strategie funktioniert«, verkündete NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen gestern vollmundig. Das aber stimmt so wenig wie die Behauptung, die neue »Mission« habe nichts mit einem Kampfeinsatz zu tun, wie die Allianz gern hervorhebt.

Das größte Militärbündnis der Welt hat den Krieg am Hindukusch letztlich verloren, da helfen alle verbalen Verrenkungen nichts. Immer wieder wechselten in der vergangenen Dekade die verkündeten Ziele der NATO: Sturz der Taliban, Jagd von Al-Qaida-Terroristen, militärische Absicherung der neuen Kabuler Machthaber, Niederschlagung des Aufstands im Lande. Doch Afghanistan ist weit von einer Befriedung entfernt, weil politische Ziele vor allem mit militärischen Mitteln durchgesetzt werden sollten und sollen. Inzwischen hat die sogenannte Internationale Schutztruppe weitgehend mit ihrem eigenen Schutz zu tun. Leidtragende ist die Zivilbevölkerung, die weiter in Unsicherheit lebt und ohne wirtschaftlich-soziale Perspektiven ist. Die kann auch ITAM nicht bieten. Eines allerdings ist jetzt schon entschieden: Auch nach 2014 wird es NATO-Kampftruppen in Afghanistan geben.

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