Mehr Zeit und Geld für Kinder

Studie empfiehlt langfristige und umfassende familienpolitische Maßnahmen

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wer die Geburtenrate steigern will, braucht ein Gesamtkonzept - das zeigt eine aktuelle Studie.

»Zukunft mit Kindern - neu denken« heißt eine Studie, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Eine interdisziplinäre Forschergruppe der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften untersuchte Zusammenhänge von Fruchtbarkeit und gesellschaftlicher Entwicklung in Österreich, der Schweiz und Deutschland. Das über drei Jahre laufende Projekt wurde von der Züricher Jacobs Foundation mit 1,25 Millionen Euro gefördert.

Zum Thema Kinderkriegen kursieren viele Mythen: Frauen sind zu häufig erwerbstätig, deshalb gibt es weniger Geburten, Schwangerschaften sind bis Mitte vierzig problemlos möglich, Migrantinnen bekommen mehr Kinder. Mit solchen Legenden setzten sich die Wissenschaftler auseinander. Die Untersuchungen ergaben, dass es in Industrieländern wie Schweden, Frankreich und den USA trotz höherer Frauenerwerbstätigkeit als hierzulande mehr Geburten gibt. Ein weiteres...

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